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Gedanken über das Miteinander

  • Autorenbild: Victoria Pachner
    Victoria Pachner
  • 17. Jan. 2022
  • 2 Min. Lesezeit

Das digitale Zeitalter – eine außergewöhnliche neue Zeit, in der es so viele Neuerungen gegeben hat, dass ich sie lang nicht alle aufzählen kann. Es hat sich in einem so kurzen Zeitraum so viel verändert, dass wir den Entwicklungen kaum hinterherkommen, unabhängig davon, ob wir nun damit aufgewachsen sind oder nicht. Doch eine Sache sticht für mich am meisten heraus: Das neue Miteinander.


Dank neuen Apps und Systemen ist es so viel einfacher geworden, Kontakte zu knüpfen und erhalten. Ich führe genauso viele Gespräche über das Handy wie in Person, und sie sind genauso lustig, unterhaltsam, ernst oder traurig, je nachdem wie ich sie führen möchte. Und nicht nur das. Ich kann natürlich auch mit meinen Freunden reden, die sehr weit weg von mir wohnen, und persönliche Momente in Form eines kurzen Schnappschusses oder Videos miterleben.


Ergänzend dazu bekomme ich auch das Leben von völlig fremden Menschen mit, die mit mir eigentlich nichts zu tun haben. So lese ich mal hier einen Artikel über einen Mann in Florida, und mal da sehe ich die Posts eines Fotografen in Thailand, der die Schönheit des Landes perfekt in einem Bild darstellen kann.


So weit, so gut. Es gefällt mir, dass ich das machen kann.


Doch vor einiger Zeit ist mir etwas aufgefallen. Obwohl ich objektiv viel von der Welt mitbekomme, weil ich mit dem Internet verbunden bin, habe ich bemerkt, dass diese Sichtweise ein wenig zu objektiv ist.


Ich habe hierfür ein konkretes Beispiel, weswegen ich auch zu diesen Gedanken gekommen bin. Vor einer Woche habe ich die weltweit gefeierte Expo 2020 in Dubai besucht, die jeglichen technischen Fortschritt der gesamten Welt darstellt. Ein weiteres Merkmal sind die verschiedenen Pavillions, die jedes Land der Welt repräsentieren. Jedes kleine Haus zeigt einen hautnahen Einblick in die Kultur des jeweiligen Landes, und das Projekt ist so gelungen, dass es sich fast so anfühlt, selbst um die ganze Welt zu reisen.

Als ich dann die seidenen Teppiche des Iran, beispielsweise, oder das bekannte Holz von Finnland berühren konnte, oder die frische Bergluft der Schweiz und das süße arabische Parfüm eingeatmet habe, wurde mir bewusst: Die Welt ist so viel mehr als nur ein kleines Bild auf meinem Handy.


Dabei habe ich bis jetzt nur von den physischen Gegenständen gesprochen, aber bei den Menschen ist es genau dasselbe Prinzip. Die verschiedenen Kulturen, Bräuche und Werte eines jeden Landes kann man nur wirklich verinnerlichen, wenn man den menschlichen Austausch vor Ort sucht, und die Individualität ohne Vorurteile genießen kann.

Das ist in der heutigen Welt auch wichtig, denn manchmal lernt man diese Dinge nur zu schätzen, wenn man sie wirklich vor einem hat, weswegen festzuhalten ist:


Wir haben noch so viel zu entdecken, obwohl es sich so anfühlt als hätten wir schon alles gesehen.



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